fokus linse

Ich entscheide mich spontan ein Seminar zu besuchen. Besser gesagt einen Workshop mit dem Titel “Wozu sind Sie hier?” Wieso mich das anspricht? Es passt perfekt zu mir und meiner Situation. Ich möchte mich neu ausrichten und einen veränderten Fokus im Leben setzen.

“Und worum ging es da?”, fragten mich Abends meine Freundinnen, mit denen ich unterwegs war. Gute Frage. Ich kann das schwer beschreiben. Eins weiß ich jedoch: Es war die richtige Entscheidung hinzugehen. In kürzester Zeit schafft es Coach Florian, mich an meine Knackpunkte zu bringen. Autsch, das tut weh. Und danach: Pure Befreiung. Das Gefühl, ich gelange immer näher an den Kern. Es begeistert mich und ich fühle mich beschwingt. Der Reihe nach.

Folgende Erkenntnisse erlange ich:

1. Es ist sinnvoll Regeln zu hinterfragen. Ich muss mich nicht an Regeln halten, wenn sie für mich keinen Sinn (mehr) ergeben, egal, wer sie aufgestellt hat. Das finde ich plausibel und werde ich demnächst prüfen. Ich werde hoffentlich einige vermeintliche Regeln entlarven können bzw. darüber lachen und meine eigenen Regeln aufstellen. Ich kaufe mir ein paar Tage später ein T-Shirt mit dem Aufdruck “Break the Rules”. Das ist lustig, denn ich trage sonst nie Statement-T-Shirts. Ob mein Unterbewusstsein da weiter war als ich? Immerhin gehe ich mittlerweile aufs Männer-Klo, wenn bei den Frauen mal wieder eine Endlos-Schlange ist. Das geht! Echt!

2. Ich glaube von mir, ich sei ängstlich und vorsichtig. Dieser Glaube passt nicht mehr zu mir. Meinen die anderen jedenfalls. Ist das etwa ein alter Glaubenssatz? Ich darf hinterfragen, was ich selbst über mich denke und ob dies noch hilfreich oder dienlich ist, um mich weiterzuentwickeln. Klingt nach einem längst überfälligen Update – Bianca 2.0. Mir hilft beim Auflösen von negativen Glaubenssätzen “The Work” prima weiter.

3. (Leider) bin ich nicht perfekt – und das ist auch gut so. Ich bemängele öfter Eigenschaften an mir, z.B. dass ich zerstreut bin und Dinge nicht klar kommunizieren kann, weil mir ständig tausende von Gedanken gleichzeitig durch meinen Kopf schießen. Doch das macht nichts, denn auch das macht gehört zu meiner Persönlichkeit. Ich möchte zu dem stehen, was ich bin; auch die weniger perfekten Seiten.

4. Ressourcenorientierung statt Mangelorientierung: Wir sollten den Fokus auf das legen, was schon da ist, um dies zu vermehren, statt auf das, was uns fehlt. Denn dadurch würden wir mehr von dem, was wir nicht mehr haben wollen, in unser Leben ziehen und nicht genug Platz für die guten Dinge haben. Klingt logisch.

5. Ich neige dazu mein Licht unter den Scheffel zu stellen. Das ist mir nicht neu und schon mehrmals im Leben gespiegelt worden. Jetzt ist es mir wieder bewusst geworden. Unter anderem deshalb finde ich Florian auf Anhieb genial. Er bringt die Dinge auf den Punkt. Zumindest stößt es bei mir auf offene Ohren. Ich glaube, oft sagen uns andere Menschen Dinge, die wir zwar hören, aber die wir nicht weiter verarbeiten. Darin möchte ich auch besser werden. Hat sicherlich mit der Aufmerksamkeit im gegenwärtigen Moment zu tun und unserer aktuellen Geisteshaltung.

Mut besiegt Angst

Zurück zu meinem persönlichen Knackpunkt. Ich bin nicht gut darin, zu meinen Erfolgen zu stehen. Stolz auf mich zu sein. Mich anzuerkennen und zu würdigen, wie gut ich bin, was ich alles leiste und erreicht habe. Andere kann ich motivieren, aber was ist mit mir selbst? Ich traue mir oft Dinge nicht zu, scheue Situationen, die ganz offensichtlich außerhalb meiner Komfortzone liegen. Daran möchte ich arbeiten und meinen Fokus korrigieren.

In meinem neuen Visionboard steht unter anderem: “Be the most empowering person you know.” Allgemein ist das Thema Mut sehr präsent auf meinem Board. Ich weiß sicherlich um einige meiner Ängste. Vor einiger Zeit habe ich beschlossen, mich davon nicht länger einschränken zu lassen. Und daran erinnere ich mich wieder.

Ein Schritt vor den anderen

Es ist so weit. Ich bin offensichtlich bereits dabei. Die Reise hat längst begonnen. Zwar ist die Sicht noch im Nebel, aber auch das habe ich gelernt in dem Seminar: Selbst wenn ich vorher weiß, wohin der Weg geht – wenn es neblig ist, dann sehe ich immer nur die nächsten paar Schritte. Und das reicht vollkommen aus. Ich sehe genauso viel wie nötig ist. Ich muss mein Ziel nicht im Voraus kennen. Es reicht einen Schritt vor den nächsten zu setzen.

Der Plan ist nun, mir jeden Tag aufzuschreiben, was ich erreicht bzw. gut gemacht habe. So eine Art Journaling. Coach Florian meint, ich hätte viele unbewusste Kompetenzen; das klingt geheimnisvoll. Dann will ich sie langsam erwecken, die schlafenden Talente. Ich bin gespannt, was sich in der nächsten Zeit zeigt an Stärken und Fähigkeiten, die ich selbst noch gar nicht kenne.

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VHS Logo Ich belege regelmäßig Kurse an der Volkshochschule und bin sehr begeistert von dem Kursangebot, welches stetig angepasst und weiterentwickelt wird.

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