Frau legt Tarotkarten
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Tarot ist ein Kartenset, bestehend aus 78 illustrierten Karten. Es besteht voller Weisheiten und kann uns dabei helfen, unsere innere Wahrheit zu erkennen und bessere Entscheidungen für unser Leben zu treffen. Wenn du Tarot-Einsteiger*in bist, dann heiße ich dich herzlich willkommen, dich hier über die allgemeine Bedeutung von Tarot zu informieren.

Wo hat Tarot seinen Ursprung?

Was sich so magisch anhört, ist ein über mehrere hundert Jahre altes Kartenspiel (die ersten Nennungen stammen aus 1400), wessen Wurzeln so weit zurückreichen, dass man sich darüber streitet, ob es nun ursprünglich aus Frankreich, Ägypten oder der islamischen Welt stammt.

Die esoterische bzw. spirituelle Tradition und der Einsatz von Tarotkarten zur Selbsterkenntnis beginnen in der westlichen Welt erst viel später. Das klassische Tarot besteht aus 22 Trümpfen, die großen Arkana und 56 Farbkarten, die kleinen Arkana. Diese sind wiederum unterteilt Münzen, Schwerter, Stäbe und Kelche mit jeweils 14 Karten. Arkana stammt vom lateinischen Wortes arcanum = Geheimnis ab.

Jeder der 78 Karten hat eine eigene Symbolik, die sich durch unterschiedliche Bilder ausdrückt. Am bekanntesten sind die Rider-Waite- und das Crowley-Tarotdecks.

Warum funktionieren Tarotkarten?

Oft fehlt uns im Leben die nötige Klarheit über eine Situation. Da kann es helfen, die Karten um Rat zu fragen. Sie führen uns lediglich die Wahrheit vor Augen. Die Karten können immer nur das spiegeln, was in unserem Inneren passiert.

Andere Kartendecks, wie das bekannte Lenormand, spiegeln eher Geschehnisse in der äußeren Welt des Fragenden. Das Tarot arbeitet mit Emotionen. Es geht nicht ums rationale Verstehen, sondern ums Erfühlen der jeweiligen persönlichen Bedeutung. Ich finde es spannend, dass ein und dieselbe Karte an verschiedenen Tagen unterschiedliche Interpretationen für mich bereithält. Das macht das Tarot wohl so geheimnisvoll.

Erkenne dich selbst. Orakel von Delphi

Das Ganze beruht auf der sogenannten Synchronizität (geprägt von Tiefenpsychologe Carl Gustav Jung). Dies bedeutet, dass es immer ein Zusammenhang zwischen der Legung und den Ereignissen im Leben des Fragenden besteht.

Beim Legen der Tarotkarten projizieren wir also unsere eigene Situation auf die Karten und treten mit ihnen in Resonanz. Auf einmal sehen wir Dinge, die uns vorher nicht bewusst waren. Mit diesem erweiterten Wissen können wir viel über uns selbst lernen und gestärkter mit Lebenssituationen umgehen, die vielleicht belastend sind.

Es geht also nicht darum, die Zukunft vorauszusagen. Viel mehr sprechen die Karten mit unserem Unterbewusstsein und dadurch messen wir ihnen eine bestimmte Bedeutung zu, die für uns gerade stimmig ist und uns weiterhelfen kann.

Wie legt man Tarotkarten?

Man kann für sich selbst die Karten legen oder auch für andere, zum Beispiel für Freunde. Es gibt viele verschiedene Lege-Systeme. Grundsätzlich ist man aber frei, wie man die Karten legt.

  • Es hilft, wenn man sich beim Mischen der Karten eine Frage überlegt, auf die man gerne eine Antwort hätte. Man kann aber auch nur nach dem weiteren Weg oder auf ein bestimmtes Thema bezogen fragen, z. B. Liebe, Partnerschaft, Beruf, Karriere, Gesundheit usw. Es gibt hier kein richtig oder falsch, keine klaren Regeln und auch keine wirkliche Reihenfolge einzuhalten. Du wirst merken, wenn eine bestimmte Karte deine Aufmerksamkeit erfordert. Manchmal springen die Karten förmlich aus dem Deck, wenn sie für dich bestimmt sind, um dir etwas mitzuteilen.
  • Beim Ziehen der Karten empfiehlt es sich, in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre zu sein. Schließlich wollen wir unsere innere Stimme hören können. Es erfordert ein wenig Konzentration auf das Hier und Jetzt, damit du dich komplett auf die Legung einlassen kannst. Wenn es dir angenehm ist, kannst du auch eine Kerze anzünden und meditative Musik abspielen. Letztlich ist das Legen der Tarotkarten bzw. das Deuten Übungssache. Schau, dass du genug Platz hast, falls du ein größeres Lege-Muster ziehen willst.
  • Es geht darum, jede gezogene Karte erstmal auf sich wirken zu lassen, bevor wir uns einen Deutungstext durchlesen. Denn die Karten sind so konzipiert, dass wir automatisch ein Gefühl dazu haben. Höre bewusst auf deine Intuition und lass dich bei der Interpretation der Karten von ihr leiten. Mit der Zeit wirst du immer besser darin.

Am Anfang könntest du zum Beispiel jeden Tag eine Tageskarte für dich ziehen und lernst so immer mehr die Symbolik zu verstehen und auf deine eigene Situation zu übertragen. Ebenfalls ein schönes, einfaches 3er-Legemuster ist Vergangenheit (links), Gegenwart (Mitte), Zukunft (rechte Karte). Hier findest du einige gängige Legesysteme fürs Tarot.

Wie du siehst, gibt es keine Grenzen bei der Legung der Karten.

Wie deutet man Tarotkarten?

Die Karten der großen Arkana zeigen die klassische Heldenreise. Dort wird die Geschichte des Narren (Karte Nr 0) dargestellt, der sich zu seiner Reise aufmacht. Auf seinem Weg durchlebt er die unterschiedlichsten Lebensabschnitte, Aufgaben und Ereignisse, die ihn anschließend zur Vollendung führen (Die Welt).

Die Karten der große Arkana steht also eher für bedeutendere Ereignisse im Leben. Man sagt, dass jede dieser Karten auch stellvertretend für einen bestimmten Planeten und ein Sternzeichen aus dem Tierkreis steht. Denn es gibt angeblich eine Verbindung von Tarot zur Astrologie. Wenn du mehr zum Thema Astrologie und Tarot wissen willst, empfehle ich dir dieses Buch.*

Die genaue Bedeutung der einzelnen Karten aus den großen Arkana kannst du hier nachlesen.

Bei der kleinen Arkana steht jede der vier Gruppen (Schwerter, Stäbe, Münzen und Kelche) für ein Element. Sie zeigen eher kleine, alltägliche Geschehnisse an.

Tarotkarten Element Symbolik
Stäbe Feuer Wille, Kraft, Kampfgeist, Kreativität
Kelche Wasser Gefühle, Intuition, Frieden, Liebe
Schwerter Luft Rationalität, Ehrgeiz, Intellekt, Konzentration
Münzen Erde Materielles, Stabilität, Wohlstand, Macht

Die genaue Bedeutung der einzelnen Karten aus der kleinen Arkana kannst du hier nachlesen.

Hinzu kommen die Zahlen auf den Karten, die ebenfalls eine Bedeutung habe. Bezogen auf die Numerologie hat jede Zahl von 1 bis 10 eine gewisse Botschaft für dich. Hier eine Leseempfehlung für dich, wenn du dich mit dem Thema Tarot und Numerologie näher befassen willst.*

Jede Karte hat positive und negative Anteile in sich. Diese hängen auch von der Art der Legung und der Fragestellung ab. Es gibt die Möglichkeit, Tarotkarten, die umgekehrt, also auf dem Kopf stehend gezogen werden, negativ zu deuten. Dies ist dir als Fragesteller überlassen, ob du das so machen möchtest.

Welches Tarotkartendeck ist das Beste?

Ich empfehle für Anfänger das Rider-Waite-Tarot. Die Bildsprache der Motive ist relativ eindeutig. Hierzu gibt es umfassende Literatur und Sets mit Begleitbüchern, was die Deutung der Karten einfacher macht.

Mittlerweile gibt es wunderschön illustrierte, moderne Tarotdecks. Hier habe ich dir meine Favoriten aufgelistet. Die meisten kannst du mit Begleitbuch zum Beispiel bei Amazon bestellen, oder sie sind in den gängigen Buchhandlungen erhältlich.

Meine Top-5 Empfehlungen für Tarot-Kartendecks:

Tarot-Kartenset: Seelenreise Tarot: 78 kunstvoll illustrierte Karten mit Goldrand und Begleitbuch*

 

Tarot für Anfänger: Original Waite Tarotkarten und Buch von Hajo Banzhaf: Set mit Buch und Karten*

 

 

moses. Omm for you Good Karma Tarot | Eine Einführung in das Legen und Lesen von Tarotkarten | 78 Tarot-Karten und 1 Begleitbuch mit anschaulichen Anleitungen*

 

Das Musen-Tarot: 78 Karten mit Begleitbuch*

Modern Witch Tarot: 78 Tarotkarten mit Anleitung *

Welches Tarotdeck am besten zu dir passt, musst du mit der Zeit für dich herausfinden. Schau dir mal meine Vorschläge oben an. Dein Gefühl wird dich schon zu einem der Sets führen. Ansonsten beginne zunächst mit dem klassischen Rider-Waite-Tarot, um erste Erfahrungen mit dem Tarot zu sammeln.

Wer legt Tarotkarten?

Wenn du dir nicht selbst die Karten legen möchtest, kannst du dir von erfahrenden Kartenlegern ein sogenanntes Spread legen zu lassen, bzw. online anschauen. Ich habe dir die besten YouTube-Kanäle dafür aufgelistet. Besonders liebe ich Julia Aurelia. Sie hat kürzlich ein eigenes, ganz wunderbares Kartenset auf den Markt gebracht, das Seelenreise Tarot. Den Link findest du oben in der Übersicht der einzelnen Kartendecks.

Meine Top-6 Empfehlungen für Tarot-Kanäle auf YouTube:

Nadine Breitenstein
Julia Aurelia Seelenreise Tarot
Linnea Tarot 
Heart&Soul Readings
Dein Sternen Medium
MAREN GIERTZ Spiritualität trifft Psychologie

Auf den genannten Kanälen kannst du dir kostenlos und unbegrenzt Legungen ansehen. Die meisten legen eine Monatsbotschaft, Wochenbotschaft und Botschaften für jedes einzelne Sternzeichen aus dem Horoskop. Wenn du den Kanälen folgst, dann wirst du automatisch benachrichtigt, wenn es ein neues Video gibt.

Tarot als Impulsgeber fürs Leben

Du kannst auch Tarotkarten online ziehen. Davon halte ich aber nicht so viel. Ich finde, es sollte ein echter Mensch die Karten legen, entweder du selbst oder jemand anderes für dich.

Ich persönlich ziehe immer zu Vollmond und Neumond Tarotkarten. Auf Instagram gibt es ebenfalls großartige Kanäle, auf denen du dir Spreads und Legemustern anschauen kannst. Auf meinen Instagram Account lebe_kunterbunt, gebe ich dir ab und zu Impulse mit den Tarotkarten. Folge mir dort gerne und lass dich gerne inspirieren. 😊

Ich freue mich auf dich und wünsche dir ganz viel Vergnügen mit dem magischen Tarot. 🔮

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