Rauhnächte Frau mit Wunsch

Wer kennt sie nicht? Die berühmte Zeit „zwischen den Jahren“. Früher war ich immer genervt von diesem Ausdruck. Das gibt es doch gar nicht, dachte ich. Heute verstehe ich, was die sogenannten Rauhnächte bedeuten.

Die Rauhnächte umfassen die 12 Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 06. Januar. In einer abweichenden Überlieferung beginnen die Rauhnächte bereits am 21. Dezember. Dieses Datum wird auch als Wintersonnenwende bezeichnet, der kürzesten Nacht des Jahres.

Die Herkunft des Namens der Rauhnächte ist unter anderem zurückzuführen auf das Räuchern. Dies ist eins von vielen beliebten Rituale für Rauhnächte, um böse Geister zu vertreiben.

Die geschenkte Zeit der Rauhnächte

Es handelt sich bei den Rauhnächten um einen alten überlieferten Brauch. Diese besondere Zeit resultiert demnach aus einer Differenz des Mondkalenders und des heutigen Sonnenkalenders von 11 Tagen. In diesem Zeitraum soll die spirituelle Welt besonders zugänglich sein. Jede Nacht steht stellvertretend für einen Monat des Folge-Jahres. Somit kann man einen gewissen Einfluss auf den Verlauf des bevorstehenden Jahres nehmen.

Nun die Frage: Wie kannst du diese geschenkte Zeit zum Übergang in das neue Jahr optimal für dich nutzen, auch wenn du nicht abergläubig bist? Möchtest du mehr über einfache Rituale für Rauhnächte erfahren? Dann habe ich hier ein paar wertvolle Ideen für dich:

  • Zieh dich zurück

Damit ist gemeint, dass du die Zeit nur für dich allein nehmen solltest. Kümmere dich um deine Bedürfnisse, mach es dir gemütlich und lasse die Seele baumeln. Schau, was dir guttut und sorge dich nicht um die restliche Welt vor deiner Haustür.

  • Bring Ordnung in dein Leben:

Hier gibt es mehrere Ansätze. Zum einen nimm es wortwörtlich und pack deinen Wohnraum an. Räume auf, sortiere Unterlagen und Papiere, die sich stapeln und begleiche offene Rechnungen. Das gilt aber genauso für Beziehungen. Praktiziere Vergebung. Das bedeutet, dass du abschließt mit alten Auseinandersetzungen. Vielleicht gibt es einen Menschen, mit dem du nicht im Reinen bist oder Streit hast. Nimm Kontakt auf und kläre das. Das hilft euch beiden.

  • Lass los:

Schreibe, was das Zeug hält. Es gibt sicherlich Dinge, von denen du dich schon lange verabschieden möchtest. Das kann eine unliebsame Angewohnheit sein, wie das Rauchen oder eine Person in deinem Umfeld, die dir nicht mehr guttut. Verabschiede dich innerlich davon. Wenn es dir hilft, verbrenne den Zettel. Du kannst dich auch in Dankbarkeit üben. Das heißt, frage dich, was besonders schön für dich war und welche Erfahrungen du sammeln durftest. Tipps zum leichteren Loslassen bekommst du hier.

  • Bleib sauber:

Die Zeit sollte auch genutzt werden, um den Wohnraum zu reinigen und aufzuräumen. Wenn du gerne räucherst und dir das vertraut ist, dann besorge dir Kräuter, die du magst und die zur Reinigung beitragen, wie zum Beispiel Salbei, Weihrauch oder Wacholder. (Gin trinken bringt leider keine innere Reinigung, kann aber natürlich die ganze Sache schön begleiten, wenn er dir schmeckt. ?)

  • Wünsch dir was:

Schreibe deine Herzens-Wünsche einzeln auf kleine Zettel, verbrenne sie und gib die Asche anschließend in Erde. Es gibt dabei mehrere Möglichkeiten vorzugehen. Ich empfehle folgende: Schreib insgesamt 13 Wünsche auf. Verbrenne in jeder Rauhnacht einen Wunsch. Du kannst ihn dir vorher ansehen und nochmal aufschreiben oder nicht. Der erste Wunsch in der Nacht vom 25.1.2 auf den 26.12. kann sich dann im Januar erfüllen usw. Es bleibt ein Wunsch übrig. Um diesen darfst du dich selbst kümmern. Häng dir das Zettelchen am besten an einen Ort, wo du ihn immer sehen kannst. 

Wenn du dich komplett überraschen lassen möchtest oder keine konkreten Wünsche hast, dann zieh jeden Tag eine Orakelkarte aus einem Kartendeck* deiner Wahl. Vielleicht inspirieren dich die gezogenen Karten zu einem Wunsch. Grundsätzlich ist die Zeit zwischen den Jahren gut geeignet, um seine Energie auf das zu richten, was wir in unserem Leben etablieren möchten. Wie du das Gesetz der Anziehung dafür nutzt, kannst du hier nachlesen.

  • Schau nach vorne:

Überlege dir, was oder wen du in deiner Zukunft haben möchtest und bring es zu Papier. Das Vorgehen nennt sich Manifestieren. Die beste Methode dafür ist ein persönliches Visionboard anzufertigen. Wie du ein Visionboard gestaltest, erkläre ich dir hier.

  • Träum dein Leben:

Gönne dir mehr Zeit als sonst zum Ausruhen, Schlafen und vor allem zum Träumen. Halte am besten in einem Traumtagebuch* fest, was dir in Traum erschienen ist. Du kannst auch Meditieren, wenn das eine Methode ist, die für dich umsetzbar ist.

Im neuen Jahr durchstarten

Ob man nun an die Überlieferungen glauben möchte oder nicht – ich finde es schön die Rauhnächte zu nutzen, um abzutauchen und den Alltag auszublenden. Als Vorbereitung für das anstehende Jahr und den Herausforderungen, die uns begegnen werden.

Ich wünsche dir viel Freude mit den Ritualen und hoffe, du startest mit viel Leichtigkeit und neu gewonnenen Mutes ins nächste Jahr! 🎇


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